Biofeedback bei chronischen Schmerzen - unbewusste Prozesse sichtbar machen

Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Kopfschmerzen, Kiefergelenks- und Gesichtsschmerzen

Viele Menschen reagieren auf Stressreize mit einer reflexhaften Anspannung bestimmter Muskelgruppen und einer meist unbewussten erhöhten inneren Erregung. Dieser Erregungszustand resultiert oft aus Angst vor dem Schmerz oder aufgrund von Ärger, Belastung/Stress und/oder einer gedrückten Stimmung. Ein Teufelskreis von chronisch angespannter Muskulatur und erhöhtem inneren Anspannungszustand kann sich so entwickeln.

Die Wirksamkeit von Biofeedback bei chronischen Schmerzen ist sehr gut nachgewiesen. Eine Medikamenteneinnahme kann oft deutlich reduziert oder sogar ganz eingestellt werden.

 

 

EMG-Biofeedback - Messung der Muskelaktivität

Ein sogenanntes Muskelscanning, bei dem die jeweiligen Muskelgruppen (Rücken-, Nacken-, Gesichtsmuskulatur) in unterschiedlichen Haltepositionen (je nach Beschwerdebild) gemessen werden, zeigt, in welchen Bereichen eine besonders hohe Muskelanspannung vorliegt. Zudem lassen sich unbewusste Reaktionen, z. B. das Anspannen der Muskulatur bei Stress, nachweisen.
So ist z.B. bei chronischem Spannungskopfschmerz häufig eine unbewusste Anspannung der Stirnmuskulatur zu sehen. Mit Hilfe von Biofeedback lernen die Betroffenen Techniken kennen, um diese individuelle Anspannung unter verschiedenen Bedingungen (Entspannung, Belastungssituationen) zu reduzieren. Die Wahrnehmung von (meist unbewusst) angespannter Muskulatur wird geschult.

 

 

Hautleitwert Biofeedback - Senkung des Erregungsniveaus

Neben der muskulären Entspannung ist es besonders wichtig das Erregungsniveau, das über die sog. sympatische Aktivierung unseres vegetativen Nervensystems gesteuert wird zu kennen und zu beeinflussen.
Im Biofeedback können Betroffene über die Rückmeldung des Hautleitwertes erfahren, auf welchem Erregungsniveau sie sich befinden und wie sie es  gezielt senken können.
Der Teufelskreis von innerer Anspannung und schmerzhafter Muskelanspannung kann somit unterbrochen werden.

 

 

Verspannung durch Computerarbeit

Besonders gut eignet sich Biofeedback bei chronischen Rückenschmerzen und Schulter- Nackenbeschwerden durch intensive Bildschirmtätigkeit.
Im Biofeedback-Training können über eine individuelle (simulierte) Arbeitsplatzanalyse Fehlhaltungen erkannt und korrigiert werden. Bei Bedarf kann das Biofeedback-Training durch ein mobiles EMG-Gerät für den Alltag ergänzt werden.

 

 

Biofeedback im Gesamt-Therapiekonzept

Biofeeback ist in den meisten Schmerzkliniken in ein multimodales Therapiekonzept integriert. In Absprache mit Ihrer Schmerztherapeutin bzw. Ihrem Schmerztherapeuten kann das Biofeedback-Training in Ihr Gesamt-Therapiekonzept einbezogen werden.



Kontaktieren
Sie mich für weitere Informationen.